Georadar: Einsatzgebiet Baugrunduntersuchungen (Bodenantennen)

Verfahren und Praktische Umsetzung
Durch das Georadarverfahren mittels Bodenantennen können Leitungen, Einzelobjekte, Hohlräume und strukturelle Veränderungen im Boden wie Korngrößenänderungen und Grenzhorizonte detektiert werden.

Je homogener das Untersuchungsmedium ist und je enger das Untersuchungsraster über die Fläche gelegt werden kann, desto sicherer kann ein Objekt erkannt werden und desto weiter reichen die Radarsignale.


Darstellung der aufgenommenen Messlinien
Zur Datenaufnahme wird eine Sender-Empfänger-Kombination entlang einer Messlinie mit möglichst geringem Abstand (1m bis einige cm) über die Messfläche gezogen. Meist können die Daten dabei am Bildschirm beobachtet werden. In sehr dichter Folge wird gesendet und empfangen, sodass die Messung entlang der Messlinie quasi als kontinuierlich bezeichnet werden kann (Messpunktabstand einige mm bis einige cm).

Die folgenden Abbildungen zeigen beispielhaft die Möglichkeiten des Einsatzes der Bodenantennen:


Darstellung eines dreidi-
mensionalen Datensatzes,
Hohlraumsuche nach einer
Unterspülung und Fotos
nach der Unterspülung

geortete Hohlräume nach der
Unterspülung und Verfüllung der
Baugruben

Betonbewehrung / Dübellagen (2-D Darstellung)

3D-Modell Bewehrungsortung


Ankerortung 3D Modell

Ankerortung 3D Modell


Ausrüstung
Die nachfolgenden Abbildungen 11 bis 13 demonstrieren die handbetrie-benen Antennen mit den Frequenzen:
  • 200 MHz, z.B. zur Hohlraumortung bis in eine Tiefe von ca. 10 m unter GOK (abhängig von den Baugrundverhältnissen)
  • 400 MHz, z.B. zur Ortung von Leitungen bis in eine Tiefe von 3,0 m unter GOK und
  • 1,6 GHz, für z.B. Hauswände, Brücken bis in eine Tiefe von 0,5 m

200 MHz Bodenantenne

400 MHz Bodenantenne

Mini Scan mit einer Frequenz von 1,6 GHz